Unser Mann für den grossen Auftritt: Rio Manik - 4* Superior Hotel hoch über dem Zürichsee
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Unser Mann für den grossen Auftritt: Rio Manik

«Viele Berge, viel Wasser und auf dem Zürichsee sogar zwei Inseln – so anders als zuhause ist es in der Schweiz gar nicht», sagt Rio Manik mit einem breiten Lachen. Der gebürtige Indonesier stammt ursprünglich aus Samosir, einem vulkanischen Eiland im Tobasee im Norden Sumatras. Als «doppelter Insulaner» mache es ihn glücklich, oberhalb eines Sees zu arbeiten: «Ich brauche Wasser in meiner Nähe.»

Seit bald zehn Jahren arbeitet der 44-Jährige im Hotel Belvoir. Als Mitarbeiter des Bankettteams schätzt er die abwechslungsreichen Aufgaben und den Kontakt mit den Gästen, die meist aus Bereichen wie Kanzleien, Banken oder Versicherungen stammen. Gerne erinnert er sich an einen kuriosen Moment vor einigen Jahren, als im oberen Stock ein Seminar einer Grossbank stattgefunden hatte. Zusammen mit einem Arbeitskollegen bereitete Rio einen Event für eine andere Firma vor. Alles war vorbereitet, nur die Musikanlage musste noch getestet werden. «Statt das klassische „eins, zwei, drei“ ins Mikrofon zu nuscheln, heulte der Kollege plötzlich los wie ein Indianer: «Hey, Hey, Heyaaa». Wir hatten Spass und dachten uns nichts dabei».
Was die zwei dabei übersehen hatten: das Mikrophon steckte in der Buchse, die mit den Lautsprechern in dem oberen Seminarraum verbunden war. Und so sei plötzlich der Referent der Grossbank vor ihnen gestanden und habe verwundert gefragt, woher das eigenartige Geheul stamme. «Darüber müssen wir heute noch lachen.»

Rio lebt mit seiner 13-jährigen Tochter in Adliswil. Er liebe Fondue, Rösti und Zürich Geschnetzeltes, aber wenn er selbst koche, dann immer Reis und Fisch, so wie zuhause in Indonesien. In seiner Freizeit spielt der passionierte Musiker in einer Coverband, mit welcher der Gitarrist und Sänger zwischendurch an Hochzeiten von Bekannten auf der Bühne steht. Ein besonders schöner Moment sei jeweils der Auftritt seiner Band am jährlichen Fest der indonesischen Botschaft. Denn dort treffe er auch auf vier ehemalige Nachbarn aus seinem Dorf, die es ebenfalls in die Schweiz verschlagen hat. Zwei davon wohnen in Zürich, die anderen in Appenzell und Bern. «Die eigene Sprache zu sprechen und das neuste aus meiner Heimat zu erfahren, tut der Seele gut».

Text: Anina Rether